Adventskalendertürchen 24

Nun ist der letzte Tag meines Adventskalenders gekommen. Und im Normalfall würde ich jetzt auf der gesamte Jahr noch einmal zurück blicken. So seit ihr es ja im Grunde von mir gewöhnt. Doch dieses Jahr ist alles anders und somit auch heute.




Machen wir es uns also gemütlich mit einer Tasse Tee, legen noch eine Scheit Holz im Kamin nach. Zünden die Kerzen an. Auch die Lichter am Baum, denn heute ist Heilig Abend und ich bin gerade von der Arbeit zurück und habe noch ein bisschen Zeit für Euch da draußen.


Blacky hat es sich gerade neben mir gemütlich gemacht und die königliche Familie wuselt hier noch überall herum.
Es duftet nach guten Essen, heißen Tee und Plätzchen und ich habe noch ein Stündchen Zeit bevor hier die alljährlichen Weihnachtsrituale beginnen.

Den schwarzen Panther habt ihr bestimmt schon vermisst.

Also setzt Euch in den Sessel, so wie ihr es am liebsten mögt. Ich öffne jetzt das letzte Adventskalendertürchen für Euch … und es beinhaltet eine, wie könnte es anders sein, eine Weihnachtsgeschichte.

Der geheimnisvolle Kaufmannsladen







Es war einmal in einem Dorf, ich weiß nicht wo, in einer Straße, ich weiß nicht mehr wie sie hieß, da stand ein kleiner Kaufmannsladen. 




 Eigentlich war es ein sehr unscheinbarer Laden und doch hatte er etwas magisches. Fast das ganze Jahr über beachtet keiner im Dorf den kleinen Laden. Doch so bald im Herbst die Blätter fielen und ein kalter Wind durch das Dorf pfiff veränderte sich etwas in der Umgebung des Ladens.

Erst nahmen die Bewohner des Dorf die Veränderungen kaum war. Doch je mehr es auf Dezember zu ging fiel es den Leuten auf das es nach Zimt, und gebrannten Mandeln in der Nähe des Ladens duftet. Später kam dann noch der Duft von Bratäpfeln, Lebkuchen und Plätzchen dazu. Ende November kam der örtliche Postbote manchmal bis zu dreimal am Tag zum Kaufmannsladen um Post zu zustellen.
Ab dem ersten Dezember veränderte sich dann auch noch die Geräuschkulisse rund um den Laden. Man hörte rascheln, hämmern, sägen, das klappern von Stricknadeln und noch viel mehr.
Die Leute gingen jetzt häufiger an dem kleinen geheimnisvollen Kaufmannsladen vorbei. Sie reckten die Hälse und tuschelten untereinander was dort wohl dort im Haus vor sich ging.
Spätestens ab den zweiten Advent versuchten die Kinder des Ortes durch die geschlossenen Fensterläden zu schauen. Und auch die Erwachsenen trauten sich bis an die Tür heran um ein Ohr daran zu halten. Doch niemand fand heraus was in dem Laden vor sich ging.


Nur einmal im Jahr öffnete der geheimnisvolle Kaufmannsladen seine Türen und zwar an heilig Abend. An diesem Tag traten drei alte Männer mit weißen Haaren und Bärten aus der Tür. Sie sahen sich sehr ähnlich und alle im Ort behaupteten sie seien Brüder. Sie trugen sogar die gleiche Kleidung. (Karierte Westen, helle Hemden und braune Kordhosen)


Am bewussten Tag öffneten die drei also die Tür zu ihrem Laden und alle Bewohner des Dorfes strömten wie durch ein magisches Band zu ihnen. Dort gab es Glühwein, Punsch, Tee, Kakao, Plätzchen, Lebkuchen, Bratäpfel, Weihnachtskuchen und allerhand andere Näscherein.


Doch das schönste war das Geschenk was ein jeder Dorfbewohner bekam. Es waren ganz besondere Geschenke. Sogenannte Wunschgeschenke. Wünsche die ein jeder Dorfbewohner im laufe des Jahres geäußert hatte wurden nun erfüllt.
Herr Müller von nebenan hatte sich ein neues Fahrrad gewünscht und stand nun strahlend davor. Denn leisten hätte er sich eine neues nicht können. Der Bäcker Schulte wollte so gern ein neues Brot erfinden und hielt nun das Rezept dafür in seinen Händen. Und die kleine Lisa von gegenüber hatte die Puppe mit den langen blonden Zöpfen in der Hand.
Jeder Bewohner bekam das was er sich am meisten gewünscht hatte und alle feierten zusammen im kleinen Kaufmannsladen mit den drei Weihnachtsmännern, denn so wurden die Besitzer von allen genannt, den heiligen Abend.


Punkt Mitternacht schloss der Kaufmannsladen dann wieder seine Türen und verfiel in seinen geheimnisvolle Dornröschenschlaf. Alle Bewohner gingen wieder heim und feierten dort weiter Weihnachten.

Aber ich bin mir ganz sicher im nächsten Jahr öffnet der kleine geheimnisvolle Kaufmannsladen wieder seine Türen.



Ich verzichte heute mal darauf zu erklären wie ich den kleinen Laden, der eigentlich auch ein Adventskalender ist zusammengebastelt habe, denn ich möchte den Zauber von Weihnachten nicht für Euch zerstören.

Ich wünsche Euch und Euren Lieben frohe Weihnachten und danke das ihr mir das ganze Jahr die Treue gehalten habt. 





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