Aus dem Tagebuch eines Resteschneemann

Der Resteschneemann ist ein sogenanntes Einjahresprojekt von mir gewesen. Ich habe vor drei Jahren mit ihm angefangen und fast ein ganzes Jahr damit zugebracht ihn herzustellen. Das lag nicht unbedingt daran das man wirklich so lange für ihn braucht. Aber ich gab ihm die Zeit zu trocknen und ließ ihn auch immer wieder mal in den Schlosskerker, aus Platzgründen, verschwinden.
Der Name sagt schon alles. Reste. Er ist schlicht und einfach aus Resten die ich hier im Haushalt gefunden habe entstanden.

Material:
2 Luftballons
Zeitungspapier
Tapetenkleister
Küchenrolle
Weiße Malfarbe
Pinsel
Wasser
Watte (weiß)
Papier
Buntstiften
rote, braune Folie
lose Styroporteile
Klebe (z.B. Uhu)
Pappe
Dekovögel
Wolle

Januar:

Zuerst habe ich zwei Luftballons aufgeblasen und diese mit Zeitungspapier beklebt. Dafür habe ich Tapetenkleister genommen. Anschließend habe ich die beiden Luftballons verbunden, in dem ich sie zusammen geklebt und mit Zeitungspapier verstärkt habe. Ins besondere den Bereich zwischen den Ballons und damit das ganze steht habe ich ihm unten einen runden Fuß aus Zeitungspapier geklebt. Roll einfach Zeitungspapier zu einer dicken Wurst zusammen und klebe sie unten an. Ähnlich bin ich mit den Armen verfahren.
Danach habe ich das ganze erst einmal trocknen lassen.

Februar:
Nun habe ich den ganzen Schneemann noch eine weitere Schicht Zeitungspapier verpasst. Und wieder zum trocknen in den Kerker gestellt.

März:
In diesem Monat habe ich dem Schneemann seine erste weiße Schicht verpasst aus Küchenrolle. Diese habe ich wieder mit Tapetenkleister aufgetragen. Gut zwei Wochen stand das dicke Kerlchen in meiner Küche bevor ich die Prozedur wiederholte.
Danach hieß es wieder trocknen

April:
Die zweite weiße Schicht war fällig. In diesem Fall habe ich den ganzen Schneemann mit weißer Farbe bestrichen.
Da der Winter nun vorbei war wanderte der Restesschneemann wieder in den Kerker und geriet erst einmal in Vergessenheit. Dort hatte er dann auch genug Zeit zum austrocknen.

Oktober:
Der Schneemann viel mir eigentlich nur per Zufall in die Hände, weil ich meine Herbstdeko suchte und über ihn stolperte. Ich nahm ihn mit nach oben um weiter an ihn zu arbeiten.
Und meine erste Handlung war ihn noch einmal zu weißen, mit der Farbe und anschließend wieder trockenen zu lassen.

November:
Nun wurde es Zeit das der Schneemann flauschig weich wurde und ein Gesicht bekam.
Im ersten Schritt beklebte ich den inzwischen doch recht dicken Herrn mit Watte. Dazu trug ich wieder den besagten Tapetenkleister auf. Allerdings diesmal sehr dünn, denn die Watte saugte ihn sofort auf. Mit der Watte war ich allerdings großzügig.
Aus Papier und mit Hilfe von Buntstiften fertigte ich die Augen für meinen Schneemann an und klebte diese mit Hilfe von Klebe auf.
Die Nase formte ich mir aus einem losen Styroporteil, die man ja heute als Verpackung überall findet, und beklebte diese mit roter Folie. Anschließend klebte ich diese auf das Gesicht.
Der Mund wurde auch aus der roten Folie geschnitten und aufgeklebt.
Die Knöpfe habe ich aus der braunen Folie geschnitten.

Dezember:
Der Resteschneemann geht in die Endphase.
Als erstes schnitt ich mir aus Pappe einen Boden zurecht. Darauf klebte ich den Schneemann. Der Boden wurde anschließend weiß gestrichen und mit Styroporteile beklebt.
Als zusätzliche Deko hatte ich mir zwei kleine Vögel gekauft. Den einen klebte ich auf den Schneeboden.
Den Rest des Monats verbrachte ich damit dem Resteschneemann einen Schal und eine Mütze zu stricken. Beides war kurz vor Weihnachten fertig und wurde am Schneemann angebracht. Zum Schluss habe ich noch den zweiten Vogel an der Mütze befestigt.

Nach einem Jahr war der Schneemann fertig.

Januar, darauf:
Nun kam der dicke, weiße Mann endlich an seinen Platz, auf Arbeit. Dort erfreut er nun schon im dritten Jahr meine Bewohner.



Kommentare

  1. Hallo Sanni,
    dein Schneemann ist klasse, gefällt mir sehr. Deine Beschreibung ist auch toll.
    L.G.KarinNettchen

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  2. Hallo Sanni,
    der ist Dir gut gelungen, er hat so einen freundlichen Gesichtsausdruck...
    Ich kann heute auch wieder einen Schneemann bauen gehen, denn es schneit wieder wie verrückt.
    Grüße aus der Schweiz, Ophelia

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