Kurze Geschichte vor ab.
Vor ein paar Wochen traff ich meine Lieblingskollegin im Fahrstuhl
und zwischen zwei Stockwerken meinte sie das ich mir für nächsten
September nichts vornehmen sollte.
In meiner trockenen Art meinte ich nur: Wieso? Heiratest Du etwa?
Die Antwort könnt ihr Euch ja denken.
Nun tickt meine Lieblingskollegin so wie ich.
Junggesellenabschied, Baumstamm sägen, Herzausschneiden und Co sind
so gar nicht unser Ding.
Von meiner Seite hat sie da auch nichts zu befürchten.
Allerdings gibt es ab und an "neue" Traditionen
die man ruhig einführen kann. So lange man sich dabei nicht
blamieren muss.
Ich habe mir da jetzt was für meine Lieblingskollegin überlegt.
Nun soll ihre Hochzeit so ein richtiges Mädchending werden, wenn
auch ohne gewissen Quatsch. Aber eben doch ein Mädchentraum mit all
den schönen Dingen. Und natürlich haben wir schon oft
zusammengehockt und darüber geredet. Also über die eine oder andere
Idee in Sachen Umsetzung.
Ich höre mir das auch immer, egal bei wem, geduldig an. Ich
selber habe mit dem Hochzeitskram so gar nichts am Hut.
Doch immer bin ich nicht da oder habe Zeit um meinen Senf dazu
zugeben.
Hinzukommt, das ich, gerade, bei der Königinmutter gemerkt habe
das sie sich an viele Dinge von damals, als sie den Herrscher
geheiratet hat, gar nicht mehr erinnern kann. Was ich aber irgendwie
schade finde.
Ich komme jetzt mal auf den Punkt. Also ich wünsche mir das meine
Lieblingskollegin sich auch noch in 50 Jahren an das Jahr mit all
seinen Vorbereitungen erinnern kann. Und somit kam ich auf die
gloreiche Idee, das sie ein Tagebuch führen könnte.
Nicht irgend ein Tagebuch. Ein Braut Tagebuch. In das kann sie
alles rund um ihre Hochzeit schreiben, kleben, zeichnen. Wie
auch immer.
Und wenn sie es dann viele Jahre später durchblättert, dann wird
sie sich bestimmt daran erinnern können. Vorausgesetzt sie finde es dann noch wieder.
Natürlich darf das ganze klein nullachtfünzig Tagebuch sein.
Ihr kennt mich ja.
Kurz und gut, ich habe ihr ein Braut Tagebuch genäht.